Leerstand von Wohnraum in München

In einer Sitzungsvorlage wird dargestellt, dass nur rund 0,02% der Wohnungen, die sich im städtischen Zugriffsbereich (bzw. der GWG und der GEWOFAG) befinden, leer stehen, bezogen auf den Gesamtwohnungsbestand von 815.057 Wohnungen in München gemäß der Erhebung des Statistischen Amtes München zum 31.12.2020.

Die Hochrechnungsergebnisse der Zusatzerhebung „Wohnen“ des Mikrozensus aus dem Jahr 2018 für die Landeshauptstadt München weisen – wie Sie auch in Ihrem Antrag ausführen – rund 47.000 leerstehende Wohnungen bei einem (seinerzeitigen) Gesamtwohnungsbestand von rund 755.000 Wohnungen aus.
Dies entspricht einer Leerstandsquote von 6,2%.

Aus vorgenannter Quote kann jedoch nicht automatisch abgeleitet werden, dass zum Zeitpunkt der Erhebung des Mikrozensus 2018 tatsächlich 6,2% des gesamten Wohnungsbestandes in München längerfristig leer standen.

Anders als im oben genannten regelmäßigen Bericht über den städtischen Wohnungsleerstand wird im Mikrozensus 2018 auch die Umzugsfluktuation (also dem Grunde nach vermietete, aber kurzzeitig nicht bewohnte Wohnungen) berücksichtigt.

Zu dieser Fluktuation zählt kurzfristiger Leerstand, der insbesondere bei Wohnobjekten wesentlich durch normalen Mieter*innenwechsel entsteht. In der allgemeinen Diskussion wird ein Wert von drei Prozent als Maßstab für einen ausreichend flexiblen Mieter*innenwechsel genannt (Fluktuationsreserve).

Quelle: Rathausumschau vom 07.01.2022 (Link)

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